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„Bonn Challenge“: Wichtiger Meilenstein zum weltweiten Wiederaufbau der Wälder (02.09.2020)

Im Jahr 2011 hat das Bundesumweltministerium zusammen mit der Weltnaturschutzunion IUCN die sogenannte Bonn Challenge gegründet. Das Ziel: bis 2020 150 Millionen Hektar zerstörte Waldgebiete weltweit wieder aufzubauen. Die Zwischenbilanz im Jahr 2020 macht Mut: Bis jetzt haben 61 Ländern, 8 Bundesstaaten und 5 Organisationen zugesagt, eine Fläche von insgesamt 210 Millionen Hektar wiederzubewalden. Zum Start der nächsten Etappe findet heute eine 24-stündige, virtuell durchgeführten Konferenz statt, an der auch Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth teilnimmt. Unter dem Motto „Restore our future“  vermitteln Beispiele aus allen Teilen der Erde, wie die Wiederherstellung von Wäldern und waldreichen Landschaften aussehen kann.

Umwelt-Staatsekretär Jochen Flasbarth: „Intakte Wälder spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz. Das Jahr 2020 hat einmal mehr gezeigt: Die globale Klimakrise und die Krise der Biodiversität gehen Hand in Hand. Deshalb ist das Anliegen der  „Bonn Challenge“ so wichtig. Es ist gelungen, die gute Idee vom Wiederaufbau von Wäldern in die unterschiedlichsten Weltregionen zu tragen. Mein Dank gilt allen regionalen Initiativen, Ländern und internationalen Organisationen, die dabei mithelfen. Wir brauchen naturbasierte Lösungen, um die Ursachen der Klima- und die Biodiversitätskrise gezielt anzugehen. Jetzt gilt es, den nächsten Schritt zu gehen und das 2030er Ziel der Bonn Challenge zu erreichen: 350 Millionen Hektar wiederaufgebaute Wälder. Und mindestens genauso wichtig ist es die nach wie vor dramatischen Entwaldungen in einigen Weltregionen endlich zu stoppen!“

Das Bundesumweltministerium und die Weltnaturschutzunion IUCN arbeiten bei der Bonn Challenge eng zusammen. IUCN gilt als einer der stärksten und einflussreichsten Akteure im internationalen Naturschutz. Neben der Arbeit auf politischer Ebene und der Umsetzung von Projekten vor Ort hat IUCN auch wichtige und anerkannte Standards gesetzt, wie bereits 1999 den Ansatz zur Wiederherstellung von Wäldern und waldreichen Landschaften. Erst  im Juli 2020 hat sie den internationalen Standard für naturbasierte Lösungen veröffentlicht.

Die internationale Staatengemeinschaft hat die Jahre 2021 bis 2030 als Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen ausgerufen. Das Bundesumweltministerium unterstützt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen und das Welternährungsprogramm in der Vorbereitungsphase der Dekade. Die Kampagne zur „Bonn Challenge“, die mit dem heutigen Tag unter dem Hashtag #RestoreOurFuture  startet, wird bis zum offiziellen Start der VN Dekade die große Bedeutung der Waldökosysteme und ihrer Wiederherstellung aufzeigen.

Um 15:30 Uhr deutscher Zeit wird Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth mit dem Generaldirektor der IUCN, Dr. Bruno Oberle, live über die Bonn Challenge und den Ausblick auf die kommenden 10 Jahre sprechen.

Hintergrund:

Das Bundesumweltministerium unterstützt die internationale Finanzierung von Klimaschutz und Biodiversität über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) als eines der wichtigsten Finanzierungsinstrumente. Alleine für die Wiederherstellung von Waldökosystemen hat  die IKI seit 2008 über 200 Millionen Euro für Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern bereitgestellt, die zur Erreichung der Ziele der Bonn Challenge beitragen sollen.

Weitere Informationen:

https://www.bonnchallenge.org/resources/collections/join-us-worlds-largest-24-hour-digital-event-restoration-restoreourfuture

https://www.bonnchallenge.org/

https://www.international-climate-initiative.com/de/themen/natuerliche-kohlenstoffsenken-/-redd

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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